8. Juni 2015
Kategorie(n): Frag die Baubiologin

Gesundes und ökologisches Bauen spielt mittlerweile für viele Menschen eine große Rolle. Welche Möglichkeiten es aber genau gibt, wissen nur wenige. Deshalb widmen wir uns in einer vierteiligen Serie diesem Thema und interviewen unsere Baubiologin Christine Kynast. Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit der Frage nach Elektrosmog.

Baubiologin Christine Kynast -links- und ihre Kollegin im baubiologischen Fachmarkt Birstein

Frau Kynast, was ist Elektrosmog?

Das ist schwierig zu erklären, am liebsten zeige ich es meinen Kunden direkt bei uns im Laden. Überall, wo Strom fließt, entstehen elektrische und magnetische Wechselfelder. Daran erinnert man sich vielleicht noch aus dem Physikunterricht. Heutzutage gibt es in den meisten Haushalten eine Vielzahl an Elektrogeräten, Steckdosen usw. – folglich gibt es auch mehr Elektrosmog.

 

Und inwiefern ist dieser Elektrosmog schädlich für unseren Organismus?

Unser Blut ist bipolar geladen, also mit Plus und Minus. Wenn wir nun z.B. in einem elektromagnetischen Feld liegen, reagieren die Blutkörperchen entsprechend: Sie können sich nicht mehr ordentlich ausrichten, sondern drehen sich – wie die Kompassnadel am Nordpol. Der pure Stress für den Körper!

 

Welche Auswirkungen kann das haben?

Man ist müde, hat Kopfweh… es kann sogar zu Herzrhythmusstörungen und im schlimmsten Fall zum Herzinfarkt kommen. Deshalb ist Abschirmung gerade im Schlafbereich besonders wichtig.

 

Was bedeutet das: Abschirmung?

Abschirmung bedeutet, die elektromagnetischen Felder, die durch Stromleitungen oder Elektrogeräte entstehen, abzuschirmen. Wichtig ist dabei, dass wenig Kunststoff verwendet wird. Man kann mittlerweile abgeschirmte Lampen und Leitungen kaufen oder Netzfreischalter einbauen. Die Kabel sind dabei auf einen Meter vierfach verdrillt. Außerdem verwenden die Hersteller besondere Materialien in der Ummantelung. Bei Lampen kann zusätzlich die Fassung durch eine Edelstahlfeder abgeschirmt werden. Aber wenn das alles nicht möglich ist, empfehle ich immer: einfach nachts die Sicherung rausdrehen.